Yazd

Yazd ist ein Hauptort des Zoroastrismus.

In der iranischen Stadt und den umliegenden Dörfern gibt es noch viele aktive iranische zoroastrische Gemeinden. Einer der großen Feuertempel (Atesh Kadeh) steht hier. Der Tempel ist Baujahr 1934 und damit noch relativ jung, der Tempel wurde von den zoroastrischen Gemeinden aus Indien gestiftet.

Das Gebäude mit der vorgestellten, offenen Säulenhalle ist recht schlicht. Das Symbol des Faravahar (geflügelter Kreis mit Menschenoberkörper) thront über dem Eingang. Im Inneren brennt hinter einer Glasscheibe das ewige Feuer, das die Zoroastrier seit seiner Entzündung im Jahr 470 n. Chr. im Tempel von Nahid-e Fars hüten.

Ursprünglich weit ab der Stadt, inzwischen aber bereits nahe dem sich ausbreitenden Stadtrand, liegen die ehemaligen Begräbnisstätten der Zoroastrier. Die sogenannten „Türme des Schweigens“ sind breite Türme mit blicksicherer Ringmauer.

Hier wurden die Toten nach Waschungen aufgebahrt und von Geiern bis auf die Knochen abgefressen. Den Zoroastriern gelten die vier Elemente als heilig und dürfen nicht von Leichen beschmutzt werden. Auch wenn die Benutzung der Türme seit den 60er Jahren staatlich untersagt ist, so folgen die Zoroastrier auch heute noch ihrem Grundsatz und kleiden die Wände ihrer Gräber mit Beton aus, sodass keine Erde beschmutzt wird.

Die iranische Stadt Yazd selbst hat etwa eine halbe Million Einwohner. Die Altstadt im Zentrum wurde traditionell aus Lehm erbaut und ist mit einem Gewirr aus kleinen Gassen, Moscheen, Wohngebäuden und Läden noch heute hervorragend erhalten.

Ein bauliches Highlight der Häuser sind die Windtürme, die überall in die Höhe ragen und für frische Belüftung im heißen Sommer sorgen. Einen guten Überblick über die Altstadt verschafft man sich am besten vom Dach der Freitagsmoschee. Sie ist das Wahrzeichen der Stadt mit ihrem blau gefliesten, erhabenen Eingangsportal und dem emporragenden Doppelminarett. Die Moschee, wie auch die Altstadt aus Lehm, zählen zum UNESCO-Weltkulturerbe.

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